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Wegweiser im Bilderwald

September 25, 2019

Ein lesenswerter Artikel zum Thema: Wie lassen sich umfangreiche Datenmengen ohne grossen Qualitätsverlust verringern?

Veröffentlicht in Publisher, Die Schweizer Fachzeitschrift für Publishing und Digitaldruck, Ausgabe September 04/2019

Die Aufnahmen kommerziell genutzter Drohnen bieten bestechende ­Qualität – zu einem erschwinglichen Preis. Davon profitieren Land- und Forstwirte, ­Stadtplaner oder Sicherheitsfachleute. Doch wie lassen sich die hoch auflösenden Videos und Fotos ­effektiv bearbeiten, organisieren und archivieren?

Drohnen sind längst nicht nur Spielzeuge für Erwachsene, sondern bieten vielfältige Verwendungszwecke in der Agronomie, Industrie und in verschiedenen Dienstleistungssektoren, bis hin zu Behörden. Mit Drohnenaufnahmen können Forstwirte etwa den Schädlingsbefall an Bäumen erkennen und sofort reagieren. Auf Baustellen lässt sich der Fortschritt leicht dokumentieren und Material überwachen. Oder speziell in der Schweiz lassen sich damit alpine Rettungsaktionen durchführen. Auch Verkehrsplaner, Landwirte, Projektentwickler oder die Entscheider in Behörden profitieren wie viele andere davon. Dabei werden Aufnahmequalität und -quantität immer besser und grösser. Aufgrund der Datenflut durch Drohnen entstehen somit Herausforderungen, für die Lösungsansätze notwendig sind.

Es überrascht nicht, dass die Drohnenbranche rasant wächst. Die Gartner-Studie «Personal and Commercial Drones, Worldwide» (1) sagt für die kommenden Jahre eine Vervielfachung des Weltmarkts für zivil genutzte Drohnen voraus. Gegenüber dem privaten Markt wird gerade der bisher kleinere Markt für kommerzielle Nutzung von Drohnen in den nächsten 5 bis 10 Jahren um mehrere hundert Prozent zulegen, so Schätzungen.

Schweiz ist spitze

Für diese Entwicklung ist die Schweiz bestens aufgestellt. Bezogen auf die Zahl der Arbeitnehmer bietet kein anderes Land ein solches Potenzial für den kommerziellen Drohnenmarkt. Bei der relativen Marktgrösse liegt die Schweiz noch vor Norwegen, den USA und Australien. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Marktstudie Analyse des Deutschen Drohnenmarktes (2).

Diese Marktposition komme nicht von ungefähr: «Die Schweiz zeichnet sich durch grosse Software- und Hardwareunternehmen aus, die den Einsatz von kommerziellen Drohnen positiv beeinflussen».

Bereits Anfang 2018 betätigten sich über 80 schweizerische Firmen mit über 2500 Arbeitsplätzen in diesem Bereich, als sich der Bund sich für eine gezielte Förderung dieses Industriezweigs entschieden hat (3).

Neue Herausforderungen

Drohnen lassen sich vielfältig nutzen. Die Detailauflösung der Fotos und Videos ist inzwischen sehr hoch. Die DJI Mavic 2 Pro vom chinesischen Marktführer etwa zeichnet DNG-Fotos mit über 20 Megapixel in 10 Bit Farbtiefe auf – pro einzelnem Foto beansprucht dies über 40 Mbyte (4). Damit lassen sich aus der Höhe extrem scharfe und detailgetreue Aufnahmen machen, was wiederum aber auch Speicherplatz beansprucht.

Wie lassen sich also die Datenmengen auf ein erträgliches Mass ohne grossen Qualitätsverlust verringern? Was ist zudem nötig, um schnell die nötigen Aufnahmen am Speicherort zu finden? Dazu kommen Fragen der Persönlichkeitsrechte, schliesslich nimmt man oftmals im Freien bzw. in der Öffentlichkeit auf. Da die Aufnahmen möglicherweise auch für verschiedene Verwendungszwecke eingesetzt werden sollen, benötigt es eine kluge Verwaltung für die enormen Datenmengen.

Erweitertes Digital Asset Management

Notwendig sind somit neue, integrierende Ansätze aus Bilddatenbanken, Content-Management-Systemen und verbesserten Komprimierungsmethoden. Das in Portland, Oregon (USA) ansässige Unternehmen Extensis, spezalisiert auf MAM-/DAM-Systemem, hat hierfür eine Lösung: Extensis Portfolio. Die Software enthält Schnittstellen, die eine Anbindung an Content-Management-Systeme wie Wordpress oder Typo3 ermöglichen. Das in Portfolio integrierte MrSID-Dateiformat, Standard für Geoinformationen, komprimiert Fotos doppelt so stark bei entsprechender Qualität wie das JPEG-Dateiformat. Landen z. B. die Fotos eines Drohnenflugs in einem überwachten Ordner, erfolgt die Weiterverarbeitung auf Wunsch vollautomatisch – einschliesslich Verschlagwortung, Nachbearbeitung und Konvertierung in unterschiedliche Ausgabeformate und -auflösungen. Um Persönlichkeitsrechte zu gewährleisten, lassen sich die Namen der aufgenommenen Personen und Copyright-Vermerke leicht mitspeichern. Dadurch gelingt es, diese Fotos flott herauszufischen, um sie zu löschen oder Personen unkenntlich zu machen.

Lösungen wie Extensis Portfolio bilden ein Ökosystem rund um den Hardware-Teil des Drohnenmarkts und helfen dieser neu ­entstandenen Branche zu weiteren Höhenflügen.

Quellennachweis und weitere Informationen
1 Gartner Studie: www.gartner.com/doc/3557717
2 Analyse des deutschen Drohnen­marktes: www.bdl.aero/wp-content/uploads/2019/02/VUL-Markststudie_Deutsch_final.pdf
3 Antonio Fumagalli in NZZ Digital: Die Schweiz will sich als Drohnen-Mekka positionieren: www.nzz.ch/schweiz/kopie-von-die-schweiz-will-sich-als-drohnen-mekka-positionieren-ld.1388970
4 Dateigrösse: www.drohnen-forum.de/index.php/Thread/39371-FOTOS-nur-9MB-gross/