Wer liest überhaupt Schriftlizenzen? - Extensis.com

Back

Wer liest überhaupt Schriftlizenzen?

Friday July 20th, 2012 by Extensis

Nicht wenige von Ihnen, hoffe ich!

Sie können lang sein, langweilig und voller Juristensprache, aber sie zu lesen, kann Sie vor kostspieligen Fehlentscheidungen bewahren.

Schriftlizenzen sind auch als „End User License Agreements“ (Endbenutzer Lizenzvereinbarungen, kurz: EULAs) bekannt. Diese Dokumente beschreiben, was Sie mit den Schriften, die Sie lizenziert haben, dürfen und was nicht. Während Schriftdesigns in den Vereinigten Staaten nicht speziell urheberrechtlich geschützt werden können, kann hingegen die Software, über die Schriften auf dem Bildschirm angezeigt werden, geschützt werden. Aus diesem Grund werden Schriften ähnlich wie andere Software lizenziert.

Wir haben kürzlich eine Befragung unter Personen durchgeführt, die sich für server-basiertes Font Management interessieren, und stellten Ihnen die folgende Frage:

Wenn Sie eine Schrift kaufen – lesen Sie die Schriftlizenz?

Yes = Ja, No = Nein, Somtimes = Manchmal

Ich war froh zu sehen, dass fast die Hälfte der Befragten die Schriftlizenzen tatsächlich lesen – insbesondere deswegen, weil es sich um Leute handelte, die sich für das Management ihrer Schriften über einen Server interessieren. Im Lichte dessen würde ich es gern sehen, dass diese Zahl noch höher ist.

Viele Schrifthersteller (diejenigen, die Schriften entwickeln und verkaufen) haben ihre EULAs mittlerweile einfacher und leichter verständlich gestaltet. Davon abgesehen gibt es noch viele Anwendungen von Schriften, für die Sie eine geänderte oder erweiterte Lizenz erwerben müssen.

Einige der Dinge, die erlaubt sein können oder auch nicht, oder die den Erwerb einer erweiterten Lizenz erfordern, sind unter anderem:

  • Einbettung in ein PDF
  • Einbettung in eine distribuierbare Anwendung – „There’s a font for that!“
  • Einbettung in ein eBook
  • Prominente Nutzung eines einzelnen Zeichens oder einer Glyphe in einem Logo
  • Der Verkauf eines Produktes, das vorwiegend von der verwendeten Schrift lebt (z.B. ein Becher mit einer Inschrift, ein T-Shirt mit eine Aussage oder magnetische Buchstaben für den Kühlschrank)
  • Konvertierung einer Schriftart aus einem Format in ein anderes
  • Bearbeitung der Schrift in einem Schrifteditor
  • Nutzung der Schrift als Web Font

Diese Bedingungen sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Als ersten Schritt sollten Sie auf jeden Fall das EULA lesen, das Sie mit Ihrer Schrift erhalten haben. Sie können es nicht finden? Erkundigen Sie sich beim Hersteller. Viele dieser Hersteller sind nicht sehr groß, so dass Sie unter Umständen direkt mit dem Designer Ihrer Lieblingsschrift kommunizieren.

Wenn Sie das schon erledigt haben – gute Arbeit!

Wenn Sie sich über Ihre Schriftlizenzen im Grunde nicht im Klaren sind, dann ermutige ich Sie, sich noch heute zu informieren.

Und sobald Sie auf dem rechten Weg sind, dann machen Sie sich über Universal Type Server schlau, der Ihnen hilft, ständig über Ihre Schriften und Lizenzen im Bilde zu sein.